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Kongressnachlese

Presse-Information
anlässlich der 27. Jahrestagung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ)
20. bis 21. Oktober 2017

MKÖ-Jahrestagung: Blockiert auf allen Ebenen

400 Teilnehmer trafen sich zum interprofessionellen Austausch auf der Linzer Gugl

Linz / Wien, November 2017 – Ende Oktober versammelten sich hochspezialisierte Ärzte, Pflegepersonen, Physiotherapeuten, Hebammen und Psychologen zur 27. wissenschaftlichen Jahrestagung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) im sonnig-herbstlichen Linz. Unter dem Motto „Blockiert auf allen Ebenen“ wurden in diesem Jahr nicht nur Ursachen von Blasen- und Darmentleerungsstörungen behandelt, sondern auch die daraus resultierenden körperlichen und psychischen Auswirkungen. Neu war die „Gruppenpraxis“. Ein Format, bei dem Fälle eingebracht und interaktiv besprochen wurden. Keynote-Speaker war der bekannte Psychologe und Buchautor Georg Fraberger. Mit ihrem fächerübergreifenden Programm wurde die diesjährige MKÖ-Tagung zahlreichen Facetten des Themas in Österreich einmal mehr gerecht. Keine andere wissenschaftliche Veranstaltung bringt so viele Berufsgruppen zusammen, wodurch sie sich zum Fixpunkt für all jene etabliert hat, die sich mit Erhaltung und Wiederherstellung der Kontinenz befassen.

 

Die Jahrestagung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) ist eine einzigartige interdisziplinäre Möglichkeit der Weiterbildung, des Erfahrungsaustausches und der Diskussion. Rund 400 Teilnehmer folgten auch heuer der Einladung, was das wachsende Interesse an diesem so breiten medizinischen Bereich zeigt. Die beiden Kongresspräsidenten Dr. Michaela Lechner, Oberärztin an der Abteilung für Chirurgie am Krankenhaus Göttlicher Heiland in Wien, und Dr. Michael Rutkowski, Oberarzt an der Urologischen Abteilung am Landesklinikum Korneuburg, freuten sich über das rege Interesse, die lebhaften Diskussionen und das positive Feedback für die gelungene Zusammenstellung der vielen praxisrelevanten Themen.


Tagungsräsidenten: OÄ Dr. Michaela Lechner & OA Dr. Michael Rutkowski

Das Programm richtete sich wie jedes Jahr an Ärzte unterschiedlicher Fachbereiche, Pflegepersonen, Physiotherapie, Hebammen und Psychologen. Führende Experten dieser Disziplinen aus Österreich und Deutschland präsentierten aktuelles Wissen, praktisch umsetzbare Information und neue wissenschaftliche Erkenntnisse. „Durch die Interdisziplinarität werden die Themen von unterschiedlicher Seite beleuchtet, sodass für alle Teilnehmer etwas dabei ist und die fächerübergreifende Zusammenarbeit gefördert wird“, so die beiden Kongresspräsidenten. „Wir wollten in diesem Jahr auch auf Bereiche eingehen, die nicht ursächlich mit dem Beckenboden zusammenhängen, aber damit verknüpft sein können und somit einen weiteren Bogen spannen.“ So wurden in den wissenschaftlichen Vorträgen mögliche Ursachen von Blockaden, Entleerungsstörungen und operative Therapiemethoden aus Sicht der unterschiedlichen Fachdisziplinen behandelt.


Sexualfunktionsstörungen im Fokus

Erstmals wurde verstärkt auf Sexualfunktionsstörungen im Zusammenhang mit Kontinenzproblemen eingegangen, denn sie stellen eine ganz besondere Belastung für die Betroffenen dar. „Dieses Thema wird häufig noch immer tabuisiert und weder von Betroffenen noch von Behandelnden angesprochen“, begründen Lechner und Rutkowski ihren Entschluss, dieser Materie besonders viel Raum zu geben.

Den erfolgreichen Auftakt machten rasch ausgebuchte Workshops, in denen die Teilnehmer in kleineren Gruppen Fachwissen zu den Themen „Selbstkatheterismus“, „Stoma & Sexualität: Not macht erfinderisch“, „Pessartherapie“ sowie „Physiotherapie im Wochenbett“ austauschen und vertiefen konnten. Im ersten wissenschaftlichen Block war der Jahre zurückliegende Missbrauch als mögliche Ursache einer späteren proktologischen Problematik verbunden mit dem Appell, die Frage danach in die Anamnese zu integrieren. Es folgten Vorträge über Wahrnehmungsstörungen aus psychosomatischer und physiotherapeutischer Sicht. Weiters wurden Ursachen und Behandlungsstrategien bei erektiler Dysfunktion beleuchtet sowie der Einfluss des Internets auf die Sexualität.

In der zweiten Tageshälfte wurden Entleerungsstörungen aller Art besprochen: Eine Chirurgin referierte über die Formen der Obstipation, nämlich Slow Transit und Outletobstruktion, ein Radiologe über bildgebende Verfahren bei diesen Problemen. Danach waren die paradoxe Puborectaliskontraktion und ihre physiotherapeutische Behandlung das Thema und ein Pharmazeut sprach über Sinn und Unsinn von Flohsamen, Cranberry und Co. Den Abschluss dieses Blocks bildeten Verfahren zur erweiterten Diagnose bei Harninkontinenz. Den Samstag dominierten operative Therapieoptionen in der Proktologie, Urologie und Gynäkologie.

 

 

 

Festvortrag: Haben wir wirklich so viel Druck?
Mag. Dr. Georg Fraberger

Haben wir wirklich so viel Druck?
Diese Frage und wie wir uns und unsere Patienten von diesem Druck befreien können, beantwortete der bekannte, charismatische klinische und Gesundheitspsychologe sowie Buchautor Mag. Dr. Georg Fraberger in seinem Festvortrag, der den Höhepunkt des Kongresses bildete. Im Umgang mit Patienten sei es wichtig, deren Sorgen und Ängste anzusprechen. Denn ein Gefühl wie Druck wird dann weniger, wenn man es zulässt. Anders gesagt: Alles was nicht angesprochen wird, wird zum Verstärker. Seine fünf Tipps, wie es gelingen kann, Patienten ein gutes Gefühl zu vermitteln:

  1. Den Patienten als Person erkennen und nicht allein auf die Krankheit reduzieren
  2. Ein Beziehungsmuster aufbauen, was ganz einfach heißt: nett sein!
  3. Mut machen zu scheitern (das kannst du besser. Noch einmal machen...)
  4. Hoffnung geben
  5. Hoffen, dass man selbst das Richtige macht

 

Salon "Sexualanamnese" Referenten-Team:
v.l.n.r.: Martina Signer, DGKP, KSB, Elisabeth Udier, MSc., Prim. Dr. Eugen Plas, Prim.a Dr. Ingrid Geiss

Offene Diskussion in Kleingruppen
Kleinere Gesprächsgruppen – die „Salons“ – rundeten das Programm ab. In diesem Format wurde zu den Themen Sakrale Neuromodulation, Sexualanamnese, Dyskoordination – verzwickt und verkrampft, Aufklärung durch Dr. Google und Management der Erektilen Dysfunktion jeweils im Rahmen eines Kurzvortrages ein Impuls gegeben und anschließend diskutiert. Ziel der Salons ist, einen Ort des offenen Dialogs zwischen unterschiedlichen Berufsgruppen sowie zwischen wissenschaftszentrierten und praxisorientierten Ansätzen, Meinungen und Erfahrungen zu schaffen. Die Teilnehmer können sich einbringen, indem sie kritisch zuhören und frei mitdiskutieren oder Fallbeispiele bringen. Lechner und Rutkowski: „Das Format der Salons hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt, da hier die Interaktion mit dem Publikum aus unterschiedlichen Fachbereichen besonders gut funktioniert.“


Zertifiziert, ausgezeichnet und ernannt

Um die Entstehung von qualifizierten Anlaufstellen für Patienten mit Kontinenz- und Beckenbodenproblemen zu fördern und österreichweit einheitliche Qualitätsstandards in der Diagnostik, Therapie und Versorgung zu schaffen und zu sichern, bietet die MKÖ als unabhängiges und interdisziplinäres Expertengremium an, derartige Zentren zu zertifizieren. Im Rahmen des Kongresses erhielt heuer das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien das Zertifikat „Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum (KBBZ)“ verliehen. Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz wurde re-zertifiziert.


Zum dritten Mal wurde heuer der „Comitatus Award“ verliehen, der von der Firma Hollister in Zusammenarbeit mit MKÖ, der Kontinenz-Stomaberatung-Österreich (KSB) und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie (ÖGU) ausgeschrieben wird. Mit diesem Preis sollen besonders innovative und patientenfreundliche Projekte, Initiativen und Maßnahmen für Menschen mit neurogenen Blasenentleerungsstörungen ausgezeichnet werden. Der erste Preis wurde an die Physiotherapeutin Dr. Rita Hochwimmer verliehen und zwar für ihren Kontinenzblog „Pelvipedia“, eine Infoseite für Betroffene von Harn- und Stuhlinkontinenz.

Verleihung Comitatus-Award


Schließlich wurde OA Dr. Mons Fischer, scheidender Schatzmeister und Past-Präsident der MKÖ, im Rahmen der Tagung zum Ehrenmitglied der Gesellschaft ernannt.

Den Abschluss der Tagung bildete heuer erstmals ein neues Format: die Gruppenpraxis Beckenboden. Dabei wurden mitgebrachte Fälle vorgestellt und interaktiv besprochen. „Im Rahmen des neuen Formates der Gruppenpraxis wurde lebhaft diskutiert, dadurch ist die Interdisziplinarität der MKÖ besonders anschaulich geworden“, so die Kongresspräsidenten.

 

 

Vizepräsident der MKÖ & Tagungspräsidenten
v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich, OÄ Dr. Michaela Lechner & OA Dr. Michael Rutkowski

Das Resümee von Lechner und Rutkowski: „Unser Dank gilt den vielen helfenden Händen, die es einmal mehr möglich gemacht haben, dass die Jahrestagung ein toller Erfolg geworden ist. Hochkarätige Vortragende aus verschieden Berufsgruppen haben in spannenden Vorträgen die Hauptthemen Entleerungsstörungen und Sexualität aufgearbeitet. Dadurch konnte das Fachwissen der Teilnehmer in verschiedenen Bereichen aktualisiert werden.“

 

Save the date: Die 28. Jahrestagung der MKÖ findet am 12. und 13. Oktober 2018 wieder im LFI Linz auf der Gugl statt.

 

Kontakt für Journalisten-Rückfragen:
Elisabeth Leeb
[ PR-Beratung › Medienarbeit › Text ]
T: 0699/1 424 77 79
E: leeb.elisabeth@aon.at

 

Mehr Presseinfos und Bildmaterial in Printqualität gibt’s auch unter www.kontinenzgesellschaft.at (Presse-Service)


Welt-Kontinenz-Woche 2017

Zusammenfassung Pressegespräch
anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche 2017

Inkontinenz: Stilles Volksleiden ist die Herausforderung der Zukunft

Wien, 13. Juni 2017 – Blasen- und Darmschwäche ist die häufigste und auch am stärksten tabuisierte Volkskrankheit. Die Woche vom 19.-25. Juni steht mit der „Welt-Kontinenz-Woche“ daher im Zeichen der Inkontinenz. Die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) ist in dieser Woche aktiv, um betroffene Menschen über die Möglichkeiten der Vorbeugung sowie Behandlung zu informieren und das schambesetzte Leiden ein Stück weit aus dem Tabu zu holen. Info unter www.kontinenzgesellschaft.at/wcw

 In Österreich leiden etwa eine Million Menschen an einer Inkontinenz. Laut WHO ist der ungewollte Verlust von Harn oder Stuhl die häufigste Erkrankung weltweit. „Wenn die Kontrolle über die Ausscheidungsorgane verlorengeht, bedeutet das ein massives Problem für Betroffene“, weiß Univ.-Prof. Dr. Lothar C. Fuith, Präsident der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ). Dennoch: Trotz des enormen Leidensdrucks zählt die Inkontinenz heute immer noch zu den Volkskrankheiten, die am beharrlichsten verschwiegen werden. „Nur rund ein Drittel aller betroffenen Menschen spricht darüber und sucht aktiv nach Hilfe“, so Fuith.

Besonders belastend ist die Stuhlinkontinenz. „Die Inkontinenz für Darminhalt ist den Betroffenen oft so peinlich, dass viele mit niemandem darüber sprechen – auch nicht mit dem Arzt – und aus Angst, nicht rechtzeitig eine Toilette zu finden, das Haus nicht mehr verlassen. Die Folgen sind Verlust an Selbstachtung, häufig psychische Probleme und soziale Isolation. Auch die Angehörigen sind durch die Situation sehr belastet und schnell überfordert“, beschreibt MKÖ-Vizepräsident Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich.

Haupt-Risikofaktor Alter
Obwohl sehr viele junge Menschen (Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes sind häufiger Grund für die Entwicklung einer Inkontinenz) und sogar Kinder betroffen sind, ist der größte Risikofaktor das Alter. Ab dem etwa 60. Lebensjahr werden die Schließmuskeln, die den Harn in der Blase und der Harnröhre oder den Stuhl im Rektum halten, kontinuierlich schwächer. Ab 80 ist bereits jede/r Dritte „undicht“, was dann oft der ausschlaggebende Grund für die Einweisung in ein Pflegeheim ist.

Dieses Ergebnis wird auch von der Österreichischen Interdisziplinären Hochaltrigen Studie unterstützt (ÖIHS, www.oepia.at/hochaltrigkeit) und ein Blick in die Zukunft lässt erahnen, welche Dimensionen dieses tabuisierte Volksleiden noch bekommen kann, wird nicht aktiv gegengesteuert. Speziell vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung wird deutlich, dass man sich auch auf politischer Ebene verstärkt damit auseinandersetzen muss. 2050 wird es – bei sinkender Geburtenrate – etwa doppelt so
viele Menschen über 65 geben wie heute. Der Anteil von Menschen über dem 80. Lebensjahr wird sich
bis 2030 fast verdoppelt und bis 2060 bereits verdreifacht haben. „Diese Tatsache wird damit nicht nur demographisch, sondern auch sozial- und gesundheitspolitisch von enormer Bedeutung sein“, sagt Dr. Georg Ruppe, wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer der Österreichischen Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen (ÖPIA). Und er ergänzt: „Der politische Handlungsbedarf wurde erkannt und eine vertiefende Studie von Seiten des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK) initiiert.“ Ziel dieser Studie ist, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und schließlich konkrete Empfehlungen und Maßnahmen für die Steigerung der Lebensqualität und der sozialen Inklusion von Menschen mit Harninkontinenz zu entwickeln. Studienkoordinatorin Mag. Christina Häusler: „Für die Entwicklung effektiver Handlungsempfehlungen kooperiert die ÖPIA mit einschlägigen Experten im In- und Ausland. Auf nationaler Ebene ist die MKÖ ein wichtiger Partner.“ Als Endprodukt wird ein Maßnahmenkatalog angestrebt, der wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt und in gemeinsamer Entwicklung mit Stakeholdern Wege zur Umsetzung der Empfehlungen zusammenfassen soll. Laufzeit ist September 2016 bis November 2017.

Welt-Kontinenz-Woche: aktiv gegen das Tabu
Die Woche von 19. bis 25. Juni steht als „Welt-Kontinenz-Woche“ im Zeichen der Inkontinenz. Die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) ist in dieser Woche aktiv, um das schambesetzte Leiden ein Stück weit aus dem Tabu zu holen, ihm den falschen Eindruck des Makels zu nehmen, und Betroffenen konkrete Informationen über die Möglichkeiten der Vorbeugung sowie der Behandlung zu geben. Denn Inkontinenz ist in vielen Fällen behandelbar! „Scham und mangelnde Information bzw. der Irrglaube, dass Inkontinenz eine irreversible Folge des Alterns und somit unabwendbares Schicksal sei, verhindern häufig eine erfolgreiche Behandlung. Was viele betroffene Menschen nicht wissen: Für jede Form der Blasen- und Darmschwäche gibt es verschiedenste Hilfsmaßnahmen, mit denen Linderung und oft auch Heilung erzielt werden können“, so die beiden MKÖ-Vorsitzenden Fuith und Wunderlich.

Im Rahmen der Aktionswoche lädt die MKÖ zu Informationsveranstaltungen, bei denen Experten Vorträge halten und kostenlose sowie vertrauliche Beratung anbieten. Ferner verschickt die Kontinenzgesellschaft ein kostenloses Info-Paket, Experten beraten per Telefon und E-Mail und es wurden neue Infoblätter mit Tipps für die Erhaltung bzw. Wiedererlangung einer gesunden Blase und eines gesunden Darms entwickelt. Neu auf der Webseite der Gesellschaft www.kontinenzgesellschaft.at ist der „Experten-Finder“, wo spezialisierte Ärzte und Physiotherapeuten nach Bundesländern sortiert gelistet sind. Neben den niedergelassenen Experten stellen sich MKÖ-zertifizierte „Kontinenz- und Beckenbodenzentren“ vor. Dieser Service ist deshalb so wichtig, weil viele Patienten einfach nicht wissen, an wen sie sich vertrauensvoll und diskret wenden können. Betroffenen kann damit die mühsame und oft auch peinliche Suche nach einem spezialisierten Facharzt sowie der Zugang zu einer qualifizierten Betreuung wesentlich erleichtert werden.

Mehr Information über die Aktivitäten der MKÖ: www.kontinenzgesellschaft.at/wcw

Kontakt für Journalisten-Rückfragen, Fotos in Printqualität:
Elisabeth Leeb                                                   
T: 0699 / 1 424 77 79                                        

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Presse-Information

10. Kontinenz-Stammtisch Oberösterreich:
Erfolgsgeschichte laut dem Motto „Kompetenz in Kontinenz“

Ried im Innkreis, 24. Februar 2017 – Mitte Jänner fand im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried der zehnte „Kontinenz-Stammtisch“ statt. Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe der MKÖ-Landesstelle Oberösterreich will neben der Fortbildung die multiprofessionelle Vernetzung zwischen allen beteiligten Fachgruppen stärken, um Menschen mit Inkontinenz eine noch bessere interdisziplinäre Betreuung zu ermöglichen.


Die fächerübergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung spielt in der erfolgreichen Behandlung von Kontinenzstörungen eine entscheidende Rolle. In Oberösterreich ist dies gelebte Praxis. Nicht zuletzt durch das Engagement der oö. Landesgruppe der MKÖ (Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich), die zweimal jährlich eine inzwischen höchst etablierte Fortbildung veranstaltet: den Kontinenz-Stammtisch.

Mitte Jänner wurde nun bereits zum zehnten Mal zum Kontinenz-Stammtisch geladen – ein Vorzeigeprojekt in der Wissensvermittlung und Vernetzung von Spezialisten feierte ihr erstes rundes Jubiläum. Mit 140 Teilnehmern durften sich die Veranstalter rund um die Kontinenz- und Stomaberaterinnen Martina Signer und Ingrid Zauner sowie dem Proktologen Prim. Dr. Christoph Kopf über einen neuen Teilnehmerrekord freuen – darunter acht aktive Primare und ein pensionierter Abteilungsleiter sowie die Pflegedirektorin des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern Ried.

Der Themenbogen des Abends war vielseitig, informativ und unterhaltsam, die Diskussionen angeregt. In seinem Vortrag sprach Dr. Franz Reichartseder, Oberarzt an der Abteilung für Urologie am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried über rezidivierende Harnwegsinfekte, dessen Prophylaxe, Diagnostik und Therapie. Ingrid Zauner stellte ihr eindrucksvolles Konzept zur Beckenbodenedukation mit Biofeedback im Beckenbodenzentrum des KH Ried und in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Physiotherapeuten vor. Im Rahmen des „Beckenbodenboards“ wurden zwei Fälle präsentiert: Ingrid Zauner stellte eine junge Frau nach Dammriss Grad III mit Harn- und Stuhlinkontinenz vor und wie sie erfolgreich therapiert wurde. OA Dr. Johannes Angleitner-Flotzinger, Leiter des Beckenbodenzentrums am Krankenhaus Ried, präsentierte auf Wunsch von Teilnehmern voriger Stammtische einen Fall, bei dem er einige OP-Videos zur besseren Verständlichkeit gynäkologischer Operationen einbaute.

Den spannenden und launigen Höhepunkt des Abends gestaltete MKÖ-Vizepräsident Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich mit seinem Überblick über sein gesamtes berufliches Leben als Proktologe.


Über den Kontinenz-Stammtisch

Die regionale Veranstaltung ist neben der wissenschaftlichen Jahrestagung der Gesellschaft als interdisziplinäre Fortbildung für Ärzte, Physiotherapeuten, Pflegefachkräfte, Hebammen und Psychologen konzipiert, die sich in angenehmer Atmosphäre austauschen und ihre Zusammenarbeit intensivieren. Den Stammtisch-Charakter erhält die Veranstaltung einerseits durch angeregte Diskussionen nach den Vorträgen und Fallbeispielen, andererseits durch gemütliches Beisammensein im Anschluss, bei dem neue Kontakte geknüpft und Gedanken ausgetauscht werden.

Ziele des Kontinenz-Stammtisches sind:

  • Vernetzung aller Fachkräfte des Bundeslandes, die sich mit Inkontinenz beschäftigen
  • Enttabuisierung und sachkompetente Information
  • Interdisziplinarität schlägt Monogamie um Längen
  • Intensiver Informationsaustausch zum Vorteil des Patienten
  • Einflussnahme durch Versorgungsforschung


Ausblick: 11. Kontinenz-Stammtisch am 16.05.2017
Der nächste Kontinenz-Stammtisch findet am 16.05.2017, um 18.00 Uhr in Rohrbach statt. Interessenten für Teilnahme oder Personen, die ein Fallbeispiel ins Beckenbodenboard einbringen möchten, bitte beim oö. Landesstellenteam der MKÖ melden: ooe@kontinenzgesellschaft.at
 
Facebook-Seite der MKÖ: www.facebook.com/kontinenz (Kontinenz Info-Page)
Homepage der MKÖ: www.kontinenzgesellschaft.at


MKÖ: Engagement seit knapp 3 Jahrzehnten
Blasen- und Darmschwäche sind ein häufiges Problem. Rund eine Million Österreicher/innen leiden darunter, den Abgang von Harn oder Stuhl nicht mehr kontrollieren zu können. Begonnen hat die systematische Inkontinenzhilfe in Österreich 1990 in Linz, als sich ein kleiner Kreis von Ärzten, diplomierten Gesundheits- und Krankenschwestern und Physiotherapeuten zusammenschloss. Seit Bestehen ist es das Ziel der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ), Maßnahmen zur Prävention, Diagnostik und Behandlung der Inkontinenz sowie Forschung, Lehre und Praxis zu fördern, medizinisches Fachpersonal aus- und weiterzubilden sowie durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit Betroffene und ihre Angehörigen über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und zu beraten. Alle Berufsgruppen, die professionell mit der Thematik befasst sind, waren von Beginn an in die Gesellschaft eingebunden. Heute ist die MKÖ maßgeblich an der Vernetzung von Fachärzten, Ambulanzen, Allgemeinmedizinern, Physiotherapeuten, Pflegeberufen und der Öffentlichkeit beteiligt. Einen wesentlichen Beitrag dazu liefern auch die seit 1991 jährlich abgehaltenen Jahrestagungen sowie die regionalen Fortbildungsveranstaltungen in Oberösterreich, Kärnten und Wien. Kontinenz ist MKÖ! Mehr unter www.kontinenzgesellschaft.at


Kontakt für Journalisten-Rückfragen,
Landesstellenleitung MKÖ OÖ:

Martina Signer, DGKP, KSB, LSB                
T: 0676/5823946                                      
M: martina@signer.at                                 

Prim. Dr. Christoph Kopf
T: 05055478-23300
M: christoph.kopf@gespag.at

Fotos in Printqualität bei:
Elisabeth Leeb
T: 0699/1 424 77 79
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Impressionen vom 10. Kontinenz-Stammtisch in Oberösterreich


 

 

 

 

 

 

140 Fachleute aus Medizin und Pflege trafen sich zum 10. Kontinenz-Stammtisch im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried im Innkreis/OÖ

 

 

 

 

 

 

 

Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich „Aus dem Leben eines Proktologen“

 

 

 

 

 

 

 

v.l.n.r. Prim. Dr. Christoph Kopf (Leiter Chirurgie Schärding); Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich (Vizepräsident MKÖ); Martina Signer, DGKP, KSB, LSB (Kontinenzberaterin, Ordensklinikum Linz); Ingrid Zauner, DGKP, KSB (Kontinenzberaterin, KH Barmherzige Schwestern Ried)

 

 

 

 

 

v.l.n.r.: Prim. Dr. Christoph Kopf (Leiter Chirurgie Schärding); OA Dr. Franz Reichartseder (Urologie KH Barmherzige Schwestern Ried); Ingrid Zauner, DGKP, KSB (Kontinenzberaterin, KH Barmherzige Schwestern Ried); Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich (Vizepräsident MKÖ); Martina Signer, DGKP, KSB, LSB (Kontinenz-beraterin, Ordensklinikum Linz); Univ.-Prof. Dr. Helmut Heidler (em. Vorstand der Urologie AKH Linz); OA Dr. Johannes Angleitner-Flotzinger (Leiter Beckenboden-zentrum KH Barmherzige Schwestern Ried)

 

Copyrights: © MKÖ-Landesstelle OÖ, Abdruck honorarfrei


Presse-Information

19. November ist Welt-Toiletten-Tag
Richtig Trinken: MKÖ stellt neues Infoblatt zum Thema Inkontinenz vor
„Spülen Sie Ihre Blasen- und Darmgesundheit nicht hinunter!“


Wien, 17. November 2016 – Die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) setzt anlässlich des Welt-Toiletten-Tages die Inforeihe „Rat für Blase und Darm“ fort. Im aktuellen Infoblatt klären Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen darüber auf, welchen Stellenwert „Richtiges Trinken“ bei Problemen mit der Blase hat, und geben Tipps, wie das Trinkverhalten optimiert werden kann.


Inkontinenz ist ein weit verbreitetes, aber dennoch stark tabuisiertes Thema. Rund eine Million Österreicher leiden darunter, den Abgang von Harn oder Stuhl nicht mehr kontrollieren zu können. Die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) möchte genau dieser Tabuisierung entgegentreten, ganz offen mit dem Thema Inkontinenz umgehen und Betroffenen sowie deren Angehörigen mit Beratung und Information zur Seite stehen. „Enttabuisierung ist eines unser großen Ziele, denn nahezu für jede Form der Blasen- bzw. Darmschwäche gibt es wirksame Hilfe“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich, Vizepräsident der MKÖ, die Initiative. „Zu unserem Informationsangebot zählen auch Infoblätter, die jeweils einen Aspekt für die Erhaltung bzw. Wiedererlangung einer gesunden Blase und eines gesunden Darms behandeln.“

Bereits im Sommer wurde im Zuge der Welt-Kontinenz-Woche Teil 1 der Infoserie zur Blasen- und Darmgesundheit mit dem Titel „Geburt und Schwangerschaft“ präsentiert. Nun – thematisch passend zum „Welt-Toiletten-Tag“ – folgt Teil 2 der Serie mit Tipps zum Thema „Richtiges Trinken“, denn Flüssigkeitsaufnahme und der Gang zur Toilette sind untrennbar miteinander verbunden.

Nicht weniger, sondern RICHTIG trinken!
So lautet das Credo für das optimale Trinkverhalten bei Blasen- bzw. Darmschwäche. Gut verständlich erklären die Experten der MKÖ im Rahmen des aktuellen Infoblatts, dass ausreichendes Trinken und Inkontinenz einander nicht widersprechen und geben praktische Empfehlungen, das Trinkverhalten optimal zu gestalten. „Wir möchten vor allem mit dem Mythos aufräumen, dass die Einschränkung der täglichen Flüssigkeitszufuhr ein probates Mittel ist, ungewollten Harnverlust zu vermeiden. Das Gegenteil ist der Fall. Nicht nur führt stark konzentrierter Urin zu vermehrtem Harndrang, die Blase wird auch anfälliger für Infektionen. Dazu kommt, dass im Zuge jeder ordentlichen Blasenfüllung die Blasenmuskulatur trainiert wird. Fällt dieses Training weg, verringert sich das Fassungsvermögen der Blase allmählich und es kann sogar schon bei geringerer Füllung zu Inkontinenzepisoden kommen.

Wenig trinken kann also eine Inkontinenz sogar noch verstärken, anstatt sie zu verbessern“, warnt MKÖ-Präsident Univ.-Prof. Dr. Lothar C. Fuith.

Bestellhinweis
Das factsheet „Richtiges Trinken“ ist kostenlos erhältlich bei der

Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ)
Geschäftsstelle
T: 01/4020928 oder 0810/100 455
E: info@kontinenzgesellschaft.at

oder kann hier >>> heruntergeladen werden.

 

 

 

 

 

 



Über die MKÖ: Engagement seit 26 Jahren
Blasen- und Darmschwäche sind ein häufiges Problem, welches zumindest 10 Prozent der österreichischen Bevölkerung betrifft. Begonnen hat die systematische Inkontinenzhilfe 1990 in Linz, als sich ein kleiner Kreis von Ärzten, diplomierten Gesundheits- und Krankenschwestern und Physiotherapeuten zusammenschloss. Seit Bestehen ist es das Ziel der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ), Maßnahmen zur Prävention, Diagnostik und Behandlung der Inkontinenz sowie Forschung, Lehre und Praxis zu fördern. Dazu gehören die spezielle Schulung des medizinischen Fachpersonals ebenso wie die gezielte Öffentlichkeitsarbeit zur Information und Beratung von Betroffenen und ihren Angehörigen. Heute ist die MKÖ maßgeblich an der Vernetzung von Fachärzten, Ambulanzen, Allgemeinmedizinern, Physiotherapeuten, Pflegeberufen und der Öffentlichkeit beteiligt. Einen wesentlichen Beitrag dazu liefern auch die seit 1991 jährlich abgehaltenen Jahrestagungen sowie die Kontinenz-Stammtische in Oberösterreich und Wien sowie das Kontinenzmeeting in Kärnten.

Kontinenz ist MKÖ!
www.kontinenzgesellschaft.at

Kontakt für Journalisten-Rückfragen:
Elisabeth Leeb
T: 0699/1 424 77 79
E: leeb.elisabeth@aon.at



Presse-Information
anlässlich der 26. Jahrestagung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ)
21. bis 22. Oktober 2016

26. Jahrestagung der MKÖ in Linz  |  21. – 22. Oktober 2016

Kongressnachlese
MKÖ-Jahrestagung: Basics & Highlights der Inkontinenz

Linz / Wien, 4. November 2016 – Von 21. bis 22. Oktober 2016 fand heuer zum 26. Mal die interdisziplinäre wissenschaftliche Jahrestagung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) in Linz statt. Unter dem Motto “Basics & Highlights“ lag der Fokus des diesjährigen Kongresses zum einen auf den wichtigen Grundlagen und klar definierten Abläufen im Behandlungsalltag und auf der anderen Seite auf der kritischen Betrachtung und Verbesserung von Diagnose- und Behandlungsalgorithmen. Die MKÖ-Tagung hat eine Vorreiterrolle in Österreich: Keine andere wissenschaftliche Tagung bringt so viele unterschiedliche Fachbereiche zusammen, wodurch sie sich zum Fixpunkt für all jene etabliert hat, denen das Tabuthema Inkontinenz ein Anliegen ist. Kontinuierlich steigende Teilnehmerzahlen bestätigen das Veranstaltungskonzept. Abstracts finden Sie unter www.kontinenzgesellschaft.at (Jahrestagung)

Die Jahrestagung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) ist eine einzigartige interdisziplinäre Möglichkeit derWeiterbildung, des Erfahrungsaustausches und der Diskussion. Diese zwei Tage dienen der nachhaltigen Vernetzung all jener Disziplinen, welche sich mit Erhaltung und Wiederherstellung der Kontinenz befassen. Knapp 400 Teilnehmer folgten der Einladung, was das wachsende Interesse an diesem so breiten medizinischen Bereich zeigt und dennoch die Erwartungen aller, auch der beiden Kongresspräsidentinnen Dr. Evi Reinstadler, Oberärztin an der Abteilung Gynäkologie am Krankenhaus Dornbirn, und Elisabeth Udier, MSc., Physiotherapeutin mit Lehrauftrag an der FH Physiotherapie in Klagenfurt, übertraf.

OÄ Dr. Evi Reinstadler Elisabeth Udier, MSc.

Breites wissenschaftliches Programm für alle Berufsgruppen
Das Programm richtete sich an Ärzte mehrerer Fachbereiche, Pflegedienst, Physiotherapie und Hebammen. An zwei Tagen präsentierten führende Experten dieser Disziplinen aus Österreich, Deutschland, Großbritannien und sogar Australien aktuelles Wissen, praktisch umsetzbare Information und neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Auch die Workshops wurden mit großem Interesse angenommen: „Die Teilnehmer erhielten in Kleingruppen profundes Fachwissen und Anleitung zur praktischen Umsetzung zu den Themen Perinealsonografie, Transanale Irrigation, Elektrotherapie und Neurourologie“, so die beiden Kongresspräsidentinnen. Der Themenbogen der wissenschaftlichen Vorträge spannte sich von der Geburtshilfe über Prolaps bis hin zu Inkontinenz vor und nach Wirbelsäulenoperationen und Selbstkatheterismus. Aber auch den „Stiefkindern der Inkontinenz“ wie schlecht eingestellter Diabetes mellitus oder Inkontinenz nach einem Insult widmeten sich die Referenten. Genauso wie der Frage, wie der Internist zur Kontinenz beitragen kann, da er es zumeist mit multimorbiden älteren Patienten zu tun hat. Last but noch least wurde dem heiklen und deshalb so wichtigen Thema Katheterismus und Intimität Platz eingeräumt, das viel Sensibilität im Umgang mit diesen Patienten erfordert.

Forceps are bad news
Zu den Höhepunkten der Tagung zählte ohne Zweifel die Mitwirkung des weltweit bekannten und renommierten Urogynäkologen Prof. Dr. Hans-Peter Dietz von der University of Sydney, Australien, der im Workshop und Vortrag über die diagnostischen Möglichkeiten der Perinealsonografie sprach und schließlich für die Verbannung der Geburtszange ins Museum plädierte: „Forceps are bad news“, brachte er die Ursache für zahlreiche maternale Geburtstraumen auf den Punkt. In seinem Workshop verbildlichte er eindrucksvoll anhand Live-Ultraschalls, wie das Auge des Diagnostikers geschult und dadurch die Therapie optimiert werden kann.

Kleinere Gesprächsgruppen – die „Salons“ – in denen wissenschaftszentrierte und praxisorientierte Ansätze, Meinungen und Fallbeispiele zu Themen wie Problemzone Anorektum, Fertilität & Sexualität oder Verantwortung des „Kontinenzteams in der Rehabilitation nach Operationen im Becken präsentiert und diskutiert wurden, rundeten das breit gefächerte Programm ab. Reinstadler und Udier: „Das Format der Salons hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt, da hier die Interaktion mit dem Publikum aus unterschiedlichen Fachbereiche besonders gut funktioniert.“

Zertifiziert und ausgezeichnet
Um die Entstehung von qualifizierten Anlaufstellen für Patienten mit Kontinenz- und Beckenbodenproblemen zu fördern und österreichweit einheitliche Qualitätsstandards in der Diagnostik, Therapie und Versorgung zu schaffen und zu sichern, bietet die MKÖ als unabhängiges und interdisziplinäres Expertengremium an, derartige Zentren zu zertifizieren. Im Rahmen des Kongresses erhielt heuer das Krankenhaus Dornbirn das Zertifikat „Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum (KBBZ)“. Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried wurde bereits zum zweiten Mal re-zertifiziert.

Ebenso zum zweiten Mal wurde heuer der „Comitatus Award“ verliehen, der von der Firma Hollister in Zusammenarbeit mit MKÖ, der Kontinenz-Stomaberatung-Österreich (KSB) und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie (ÖGU) ausgeschrieben wird. Mit diesem Preis sollen besonders innovative und patientenfreundliche Projekte, Initiativen und Maßnahmen für Menschen mit neurogenen Blasenentleerungsstörungen ausgezeichnet werden. Der erste Preis wurde einer Arbeitsgruppe des AUVA-Rehabilitationszentrums Bad Häring verliehen, die das Thema „Intermittierender Katheterismus – Welche Möglichkeiten gibt es zur Schulung und Anleitung von Betroffenen mit neurogenen Blasenentleerungsstörungen?“ behandelt hat.

Das Resümee der Kongresspräsidentinnen Reinstadler und Udier: „Die MKÖ ist ein starkes Team. Das hat sich heuer auf der Tagung wieder auf eindrucksvolle Art gezeigt. So eine Organisation ist nur möglich, weil so viele Köpfe mitdenken, so viele Hände zur rechten Zeit zur Stelle sind. Dass die Sprecher zum Teil direkt aus den MKÖ-Kreisen sind, versteht sich von selbst, da die MKÖ aus einem hervorragenden interprofessionellen Team besteht. Durch weitere Sprecher „von außen“ holten wir uns interessante Aspekt in unser Netzwerk. Wir möchten uns bei allen Mitwirkenden ganz herzlich für ihren Beitrag und auch für die ganz besonders gute und herzliche Stimmung in den Diskussionen und Gesprächen bedanken.“

Save the date: Die 27. Jahrestagung der MKÖ findet am 20. und 21. Oktober 2017 wieder im LFI Linz auf der Gugl statt.


Kontakt für Journalisten-Rückfragen:
Elisabeth Leeb
[ PR-Beratung › Medienarbeit › Text ]
T: 0699/1 424 77 79
E: leeb.elisabeth@aon.at

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©Hinweis Foto OÄ Dr. Evi Reinstadler:
studio22.at - marcel hagen

©Hinweis Foto Elisabeth Udier, MSc.:
Bernhard Horst, www.studiohorst.at

©Fotos Dokumentation von der Tagung:
Hanna Minihofer



World Continence Week 2016

Presse-Information
anlässlich der Welt Kontinenz Woche 2016

Welt Kontinenz Woche, 20.-26. Juni 2016

MKÖ startet Factsheet-Serie „Rat für Blase & Darm“

Wien, 16. Juni 2016 – Die letzte Juni-Woche steht jedes Jahr im Zeichen der Inkontinenz. Ziel ist, betroffene Menschen über die Möglichkeiten der Vorbeugung sowie Behandlung zu informieren und das schambesetzte Leiden ein Stück weit aus dem Tabu zu holen. Die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) startet im Rahmen der heurigen Aktionswoche eine Serie von Factsheets, die ganz konkrete sowie leicht umsetzbare Tipps zu den unterschiedlichen Aspekten einer Blasen- oder Darmschwäche gibt. Teil 1 der Serie widmet sich dem Thema Schwangerschaft und Geburt. Weiters lädt die MKÖ zu Informationsveranstaltungen, bei denen Experten Vorträge halten und kostenlose sowie vertrauliche Beratung anbieten. Info unter www.kontinenzgesellschaft.at

Etwa eine Million Österreicher leiden an ungewolltem Harn- oder Stuhlverlust. Je älter man wird, desto eher werden Blase oder Darm schwach. Aber auch jüngere Menschen sind davon betroffen – so sind etwa eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes Risikofaktoren für eine Inkontinenz. „Harninkontinenz in der Schwangerschaft ist durchaus häufig. Etwa jede dritte Frau hat in dieser Lebensphase Probleme mit der Kontinenz“, informiert Gynäkologe und MKÖ-Präsident Univ.-Prof. Dr. Lothar C. Fuith.

Zu den wichtigsten Zielen und Aufgaben der MKÖ zählt, von Blasen- oder Darmschwäche betroffene Menschen und deren Angehörige über Inkontinenz, ihre Behandlungsmöglichkeiten sowie vorbeugende Maßnahmen zu informieren. Die heurige Welt-Kontinenz-Woche wird zum Anlass genommen, ein neues Informationsangebot zu starten: Factsheets mit Informationen zu den unterschiedlichen Aspekten einer Blasen- oder Darmschwäche. „Diese Infoblätter enthalten ganz konkrete sowie leicht umsetzbare Tipps und Hilfestellung für bestimmte Lebenssituationen“, so Fuith. „Als Gynäkologe liegt mir der Einfluss von Schwangerschaft und Geburt auf die Kontinenz naturgemäß besonders am Herzen, weshalb wir dem ersten Factsheet dieses Thema gewidmet haben.“ Denn jede Frau kann vorbeugend etwas tun und auch eine bestehende Blasen- oder Darmschwäche lässt sich wieder in den Griff bekommen.

Aktiv gegen das stille Volksleiden Inkontinenz
Trotz des enormen Leidensdrucks gehören Blasen- und Darmschwäche heute immer noch zu den am meisten tabuisierten Volkskrankheiten. „Nur rund ein Drittel aller betroffenen Menschen spricht darüber, der Rest leidet still und unter falschem Schamgefühl“, weiß Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich, zweiter Vorsitzender der MKÖ. Doch: „Für jede Form der Blasen- und Darmschwäche gibt es Hilfe, Linderung und oft Heilung.“ Damit diese Information an Betroffene herangetragen wird, engagiert sich die multiprofessionelle Fachgesellschaft MKÖ verstärkt im Rahmen der Welt-Kontinenz-Woche, die heuer von 20. bis 26. Juni stattfindet.


MKÖ-Aktivitäten im Rahmen der Welt-Kontinenz-Woche:

Factsheet „Schwangerschaft & Geburt“

Bestellhinweis
Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ)
T: 0810 / 100 455 (außerhalb der Bürozeiten bitte Adresse auf den Anrufbeantworter sprechen)
E: info@kontinenzgesellschaft.at

und kann ab Mo, 20. Juni von www.kontinenzgesellschaft.at heruntergeladen werden.


Info-Tage „Rat für Blase & Darm“

Veranstaltungen für Betroffene und Angehörige: Vorträge von Experten & kostenlose persönliche, vertrauliche Beratung. Eintritt frei!

Montag, 20. Juni 2016, 18.00 bis 20.00 Uhr
Rathaus Dornbirn, Großer Sitzungssaal
Rathausplatz 2, 6850 Dornbirn

Montag, 20. Juni 2016, 16.00 bis 18.15 Uhr
Landeskrankenhaus Innsbruck/Universitätskliniken, Kleiner Hörsaal der Frauen-Kopf-Klinik
Anichstraße 35, 6020 Innsbruck

Mittwoch, 22. Juni 2016, 9.00 bis 13.00 Uhr
Im Foyer des KH der Barmherzigen Brüder
Johannes von Gott Platz 1, 7000 Eisenstadt

Infopaket „Beckenbodengesundheit, Hilfe bei Blasen- und Darmschwäche“
Kostenlose Info- und Servicematerialien rund um die Erhaltung der Beckenbodengesundheit bzw. was tun bei Inkontinenz. Zu bestellen über das Beratungstelefon 0810/100 455.

www.kontinenzgesellschaft.at
Auf der Informationsseite der MKÖ findet man einen Überblick über Behandlungsmöglichkeiten und Servicematerialien sowie Information über Hygiene- und Hilfsmittel, Adressen der MKÖ-Beratungsstellen, ärztlichen Zentren und Physiotherapeutinnen uvm.

www.facebook.com/kontinenz
Die Facebook-Seite der MKÖ „Kontinenz Info-Page" ist ein Informations- und Austausch-Portal für Interessierte und Betroffene. Die Page wird von einer erfahrenen Kontinenz-Schwester betreut und trägt durch laufende News rund ums Thema sowie Tipps und Services zur Gesundheit der Bevölkerung und zur Enttabuisierung bei.

Über die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ)
Die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen, die unter Inkontinenz leiden, entsprechend den modernsten Erkenntnissen der Medizin zu helfen. Dieser Aufgabe kommt die wissenschaftliche Fachgesellschaft seit dem Gründungsjahr 1990 erfolgreich nach. Die Erfahrung des Vorstands und dessen Vernetzung mit analog interessierten Fachleuten verschiedener Berufsgruppen erlauben eine außergewöhnlich kompetente Beratung von Betroffenen und deren Angehörigen in ganz Österreich. Den Problemen der Harn- und Stuhlinkontinenz, den Funktionsstörungen von Blase und Darm sowie der Schwäche des Beckenbodens mit zunehmendem Alter widmet sich ein Team von Spezialisten: Fachärzte für Urologie, Gynäkologie, Chirurgie und Innere Medizin, sowie in dieser Hinsicht besonders erfahrene Angehörige des Pflegedienstes und Physiotherapeutinnen stehen allen Menschen, die das Schicksal einer Inkontinenz getroffen hat, mit professionellem Rat und tatkräftiger Hilfe zur Seite. Wesentliche Voraussetzung dafür ist das wiederholte Angebot, sich Ärzten, Pflegedienst und Beratungsstellen anzuvertrauen. Deshalb der Appell der MKÖ „Darüber reden statt still darunter leiden!“ Mehr unter www.kontinenzgesellschaft.at

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Text und Foto in Printqualität gibt’s bei Elisabeth Leeb, T: 0699/1 424 77 79, E: leeb.elisabeth@aon.at
und auf www.kontinenzgesellschaft.at (Presse, Downloads)



MKÖ: Erfolgreiches Kontinenzmeeting in Klagenfurt

Fortbildung und reger Austausch in interprofessioneller Runde

Klagenfurt, 15. Februar 2016 – Die interprofessionelle Zusammenarbeit ist in der Medizin, besonders im Bereich der Kontinenz, ein wichtiges Thema. Daher startete nach Oberösterreich auch das Kärntner MKÖ-Team eine Veranstaltungsreihe zu der Fachkräfte verschiedenster Disziplinen geladen – und zahlreich gekommen waren.

2015 veranstaltete die Landesstelle Kärnten der MKÖ (Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich) ein erstes Kontinenzmeeting für Ärzte, Physiotherapeuten, Pflegefachkräfte, Hebammen und Psychologen. Mit 40 Teilnehmern konnte es bereits als Erfolg verbucht werden und motivierte für die Weiterführung des Angebotes zur Fortbildung und Vernetzung. „Das Kontinenzmeeting Kärnten greift aktuelle Themen im Bereich Kontinenz auf. Zum zweiten Treffen Anfang Februar konnten wir mit spannenden und praxisnahen Themen bereits 65 Fachleute, die sich mit Diagnostik und Therapie von Inkontinenz beschäftigen, interessieren“, freut sich Organisatorin Elisabeth Udier, MSc, Physiotherapeutin und MKÖ-Vorstandsmitglied.

Drei Experten referierten über Sexualität und Inkontinenz (Dr. Gabi Himmer-Perschak, Gynäkologin mit Ordination in Klagenfurt), Physiotherapie nach Prostataoperationen (Judith Harpf-Hadeyer, Physiotherapeutin am Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Klinikum Klagenfurt am Wörthersee) und den vielfältigen Zusammenhang zwischen Hämorrhoiden, deren Behandlung und der analen Inkontinenz (Prof. Max Wunderlich, Chirurg in Wien und Niederösterreich, 2. Vorsitzender der MKÖ). Udier: „Die anschließende Diskussion war äußerst rege und zeigt wie groß der Informationsbedarf und das Interesse am interdisziplinären Austausch ist.“

Ziel des Kontinenzmeetings ist, die multiprofessionelle Vernetzung und die Zusammenarbeit im Bundesland zu stärken und somit den PatientInnen noch bessere interdisziplinäre Betreuung zu ermöglichen. Die Veranstaltungsreihe für die zahlreichen Fachbereiche, die sich mit der Inkontinenz beschäftigen, soll sich als ein regionales Zusatzangebot zur jährlichen wissenschaftlichen Tagung der Gesellschaft etablieren.

Ausblick: 3. Kontinenzmeeting am 21. Juni 2016, 18.30 Uhr  
Das nächste Kontinenzmeeting findet am 21. Juni 2016, um 18.30 Uhr anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche statt. Information & Anmeldung: Elisabeth Udier, physio@ElisabethUdier.at


MKÖ: Engagement seit 25 Jahren
Blasen- und Darmschwäche sind ein häufiges Problem. Rund eine Million Österreicher leiden darunter, den Abgang von Harn oder Stuhl nicht mehr kontrollieren zu können. Begonnen hat die systematische Inkontinenzhilfe in Österreich 1990 in Linz, als sich ein kleiner Kreis von Ärzten, diplomierten Gesundheits- und Krankenschwestern und Physiotherapeuten zusammenschloss. Seit Bestehen ist es das Ziel der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ), Maßnahmen zur Prävention, Diagnostik und Behandlung der Inkontinenz sowie Forschung, Lehre und Praxis zu fördern, medizinisches Fachpersonal aus- und weiterzubilden sowie durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit Betroffene und ihre Angehörigen über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und zu beraten. Alle Berufsgruppen, die professionell mit der Thematik befasst sind, waren von Beginn an in die Gesellschaft eingebunden. Heute ist die MKÖ maßgeblich an der Vernetzung von Fachärzten, Ambulanzen, Allgemeinmedizinern, Physiotherapeuten, Pflegeberufen und der Öffentlichkeit beteiligt. Einen wesentlichen Beitrag dazu liefern auch die seit 1991 jährlich abgehaltenen Jahrestagungen sowie der Kontinenz-Stammtisch in Oberösterreich und das Kontinenzmeeting in Kärnten. Kontinenz ist MKÖ!

Facebook-Seite der MKÖ: www.facebook.com/kontinenz (Kontinenz Info-Page)
Homepage der MKÖ: www.kontinenzgesellschaft.at

 

Kontakt für Journalisten-Rückfragen:
MKÖ-Landesstelle Kärnten:
Elisabeth Udier, MSc
T: 0699/15 99 66 14
E: Physio@ElisabethUdier.at
 

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Kontinenzmeeting in Klagenfurt:
65 Fachleute aus Medizin und Pflege trafen sich zum 2. Kontinenzmeeting in Klagenfurt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gruppenbild (v.l.n.r.): Dr. Gabi Himmer-Perschak, Elisabeth Udier, MSc, Judith Harpf- Hadeyer, Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich



Copyright: © MKÖ-Landesstelle Kärnten, Abdruck honorarfrei


   

25. Jahrestagung der MKÖ in Linz  |  2. – 3. Oktober 2015

Presseinformation
25. Jahrestagung der MKÖ “Tumortherapie und Kontinenz“

Inkontinent nach Krebstherapie?
Folgen der Therapie können neu gewonnenes Leben überschatten

Die Nachsorge einer Tumortherapie ist ganz essentiell, denn immer wieder stehen Patienten nach überstandenem Krebsleiden vor einer weiteren Herausforderung: Inkontinenz. Sie belastet Betroffene enorm und begleitet sie oft ihr Leben lang – was nicht sein müsste, denn in fast allen Fällen kann eine durch z.B. Operation oder Bestrahlung beschädigte Blase oder ein Schließmuskel wiederhergestellt werden. Ihre heurige Jubiläumstagung widmete die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) diesem wichtigen Thema und stellte die Fortbildungsveranstaltung unter das Motto „Tumortherapie und Kontinenz“. Zwei Tage lang informierten führende Experten aus dem In- und Ausland aus Perspektive aller relevanten Fachbereiche. Info zu allen Angeboten der MKÖ unter www.kontinenzgesellschaft.at

Eine Krebsdiagnose ist ein einschneidendes Ereignis im Leben von Betroffenen. Nach dem ersten Schock hat für den Patienten natürlich der Kampf ums Überleben oberste Priorität. Und dann: Krebs behandelt, alles gut? Nicht ganz, denn die in der Behandlung notwendigen Eingriffe eines Unterleibskrebs wie ein Tumor an der Prostata, der Blase, am Darm oder an der Gebärmutter können selbst bei erfolgreicher Therapie der Tumorerkrankung zu äußerst belastenden Nebenwirkungen, wie der Inkontinenz, führen. Im Rahmen ihrer 25. Jahrestagung war es der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) wichtig aufzuzeigen, dass von ärztlicher Seite nicht nur die chirurgische und onkologische Expertise gefragt ist, sondern auch die Lebensqualität des Patienten in der Nachsorge einen großen Stellenwert haben sollte.

„Am häufigsten tritt die Inkontinenz als Folge einer Prostata-Operation auf“, berichtet Univ.-Prof. Dr. Wilhelm A. Hübner, Leiter der Abteilung für Urologie am Krankenhaus Korneuburg und Kongresspräsident der heurigen Tagung. „4 bis 60 Prozent aller Männer, deren Prostata entfernt werden musste, leiden danach an Blasenschwäche. Die Häufigkeit ist glücklicherweise abnehmend, da die Operationstechniken immer besser und damit schonender für die Patienten werden.“

Meist sind Operation oder Bestrahlung Ursache
Die Ursachen der Harninkontinenz reichen von der erwähnten Entfernung der Prostata, einer Schädigung der Blase oder ihres Schließmuskels durch einen operativen Eingriff bzw. Bestrahlung über Einengung der Harnröhre, die zu einer Überlaufinkontinenz führen können, bis hin zu Fistelbildungen zwischen Darm und Harntrakt.
„Bei der Stuhlinkontinenz kann der Enddarm durch den Tumor selbst seine Reservoirfunktion verlieren. Oder aber der Schließmuskel bzw. der Enddarm werden durch eine Operation oder durch Bestrahlung geschädigt“, ergänzt die Proktologin Dr. Ingrid Haunold, leitende Oberärztin der Chirurgischen Abteilung am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien und ebenfalls Kongresspräsidentin.

Was man (selbst) tun kann
Am wichtigsten ist, die Inkontinenz nicht als das geringere Übel oder als Schicksal hinzunehmen, sondern einen Arzt um Rat zu bitten. Die Behandlungsmethoden sind vielfältig und richten sich nach der Ursache. So kann etwa konsequentes Beckenbodentraining erfolgversprechend sein. Die Übungen werden von spezialisierten Physiotherapeuten angeleitet und können dann selbstständig zuhause durchgeführt werden. Ist dieses Training nicht ausreichend, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, medikamentös oder operativ zu behandeln. „Grundsätzlich ist es heute in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle möglich, die Kontinenz wieder herzustellen. Operationstechniken, wie die Implantation von hydraulischen Schließmuskeln, von Schlingen, die die Harnröhre stützen, oder von Ballons, die den Platz der Prostata einnehmen, werden immer schonender und bedeuten für die betroffenen Patienten in der Regel eine enorme Verbesserung der Lebensqualität. Sie sollten daher auch in der Palliativsituation nicht verweigert werden“, so Hübner.

MKÖ feiert 25 Jahre
Die MKÖ ist eine Vereinigung von hochspezialisierten Ärztinnen und Ärzten, Schwestern, Pflegern, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten. Seit nunmehr 25 Jahren ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft in der Fortbildung der mit dieser Thematik befassten Fachgruppen aktiv, um Betroffenen entsprechend den modernsten Erkenntnissen der Medizin zu helfen. Weiters ist die MKÖ in der Information und Beratung von Betroffenen und deren Angehörigen engagiert. Dieses Engagement ist seit Bestehen der Gesellschaft ungebrochen.

Über Inkontinenz
Inkontinenz ist weit verbreitet und trotzdem ein Tabuthema. Etwa 1 von 4 Frauen über 35 Jahren und jeder zehnte Mann leiden darunter.1 Das bedeutet, rund eine Million Österreicher ist betroffen, die wahrscheinlich hohe Dunkelziffer nicht eingerechnet. Der Leidensdruck dieser Menschen ist enorm. Dennoch wird kaum Hilfe gesucht. Nur rund ein Drittel spricht darüber, denn der unfreiwillige Verlust von Harn oder Stuhl wird als persönlicher Makel empfunden. Die falsche Scham führt zum sozialen Rückzug. So wird das Problem zum heimlichen Leiden und ein normales Leben ist kaum möglich. Die gute Nachricht: Für jede Form der Blasen- und Darmschwäche gibt es Hilfe, Linderung und oft Heilung. Daher das Motto der MKÖ: Darüber reden, nicht darunter leiden!

Linktipp
Information zu allen Angeboten der MKÖ gibt es auf www.kontinenzgesellschaft.at


Kontakt für Journalisten-Rückfragen:

OÄ Dr. Ingrid Haunold
Abteilung für Chirurgie
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, Wien
T: 01/599 88-6203
E: ingrid.haunold@bhs.at

Prim. Univ.-Prof. Dr. Wilhelm A. Hübner
Landesklinikum Korneuburg
T: 02262/9004-22810
E: wilhelm.huebner@korneuburg.lknoe.at

 

1 ICS Publication 2013; www.ics.org


Text und Fotos in Printqualität gibt’s bei Elisabeth Leeb, T: 0699/1 424 77 79, E: leeb.elisabeth@aon.at und auf www.kontinenzgesellschaft.at (Pressematerial)

©Hinweis Foto Prof. Hübner:
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WELT–KONTINENZ–WOCHE  |  22. – 28. Juni 2015

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Presse-Information
anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche 2015

 22.-28. Juni 2015

Welt-Kontinenz-Woche: Rat für Blase & Darm

Experten informieren und beraten im Rahmen der Aktionswoche diskret, vertraulich und kostenlos

Inkontinenz ist die häufigste chronische Erkrankung weltweit. Dennoch ist das Volksleiden ein Tabuthema. In Österreich leidet ein Großteil der etwa einen Million betroffenen Österreicher still und schämt sich. Die letzte Juni-Woche steht daher ganz im Zeichen dieser unausgesprochenen Belastung. Im Rahmen der „Welt-Kontinenz-Woche“ (22.-28. Juni 2015) will die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) mit zahlreichen Informations- und Beratungsangeboten dieser Sprachlosigkeit entgegentreten. Es werden Flugzettel verteilt, die persönliche, telefonische sowie E-Mail-Beratung verstärkt angeboten und ein kostenloses Infopaket mit Ratgeber und Broschüren verschickt. Info unter www.kontinenzgesellschaft.at

Inkontinenz ist weit verbreitet und keine normale Begleiterscheinung des Älterwerdens.
Etwa 1 von 4 Frauen über 35 Jahren und jeder zehnte Mann leiden darunter.1 „Rund eine Million Österreicher ist von Inkontinenz betroffen, die wahrscheinlich hohe Dunkelziffer nicht eingerechnet“, so Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich, Präsident der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ). Der Leidensdruck dieser Menschen ist enorm. Dennoch wird kaum Hilfe gesucht. Nur rund ein Drittel spricht darüber. „Der unfreiwillige Verlust von Harn oder Stuhl wird als persönlicher Makel empfunden, falsche Scham führt zum sozialen Rückzug. Man teilt sich niemandem mit, weder der eigenen Familie noch Freunden, kaum jemals den Ärzten“, weiß Wunderlich. So wird das Problem zum heimlichen Leiden und ein normales Leben ist kaum möglich. Die gute Nachricht: „Für jede Form der Blasen- und Darmschwäche gibt es Hilfe, Linderung und oft Heilung.“

Initiative gegen das stille Leiden
Die MKÖ ist eine Vereinigung von hochspezialisierten Ärztinnen und Ärzten, Schwestern, Pflegern, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten. Seit nunmehr 25 Jahren ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft auch in der Information und Beratung von Betroffenen und deren Angehörigen engagiert. Im Rahmen der Welt-Kontinenz-Woche von 22. bis 28. Juni will die MKÖ die Inkontinenz ein Stück mehr aus der Verschwiegenheit holen und verstärkt daher österreichweit ihre Beratungs-, Informations- und Serviceangebote, die allesamt diskret, anonym und kostenlos genutzt werden können. Wunderlich: „Betroffene können sich per Beratungstelefon oder E-Mail Expertise und Hilfe holen sowie ein Infopaket mit Ratgeber und Broschüren bestellen, das per Post zugeschickt wird.“ Auch eine Facebook-Seite hat die interdisziplinäre Gesellschaft: Auf www.facebook.com/kontinenz werden in der Aktionswoche wertvolle Tipps, Neuigkeiten und Termine gepostet sowie alle Aktivitäten im Rahmen der Welt-Kontinenz-Woche angekündigt.

Linktipp
Information zu allen Angeboten gibt es auf der MKÖ-Webseite www.kontinenzgesellschaft.at

 

MKÖ-Aktivitäten im Rahmen der Welt-Kontinenz-Woche

Beratungstelefon 0810/100 455
Über die Nummer des Beratungstelefons der MKÖ (0810/100 455) wird in der Welt-Kontinenz-Woche Beratung durch Experten der Gesellschaft angeboten (genaue Beratungszeiten & Namen der Experten unter www.kontinenzgesellschaft.at abrufbar)

E-Mail-Beratung: info@kontinenzgesellschaft.at
Betroffene, deren Angehörige und Interessierte können ihre Fragen auch per E-Mail an die Experten der MKÖ richten.

Infopaket per Post
Kostenlose Info- und Servicematerialien rund um die Erhaltung der Beckenbodengesundheit bzw. was tun bei Inkontinenz. Zu bestellen über das Beratungstelefon 0810/100 455 oder info@kontinenzgesellschaft.at

Info-Veranstaltungen
Veranstaltungen für Betroffene und Angehörige: Vorträge von Experten & kostenlose persönliche, vertrauliche Beratung. Eintritt frei!

Dienstag, 23. Juni 2015, 16.00 bis 18.00 Uhr
Univ.-Klinik Innsbruck (Hörsaal 3 der Frauen-Kopf-Klinik)
Anichstraße 35, 6020 Innsbruck

Mittwoch 24. Juni 2015, 18.00-20.00 Uhr
Rathaus Dornbirn (großer Sitzungssaal, 1. Stock)
Rathausplatz 2, 6850 Dornbirn

www.kontinenzgesellschaft.at
Auf der Informationsseite der MKÖ findet man einen Überblick über Behandlungsmöglichkeiten sowie Hygiene- und Hilfsmittel, Adressen von Beratungsstellen in ganz Österreich, ärztlichen Zentren und Physiotherapeutinnen, Termine von Info-Veranstaltungen uVm.

www.facebook.com/kontinenz
Die Facebook-Seite der MKÖ „Kontinenz Info-Page" ist ein Informations- und Austausch-Portal für Interessierte und Betroffene. Die Page wird von einer erfahrenen Kontinenz-Schwester betreut und trägt durch laufende News rund ums Thema sowie Tipps und Services zur Gesundheit der Bevölkerung und zur Enttabuisierung bei.


Über die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ)
Die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen, die unter Inkontinenz leiden, entsprechend den modernsten Erkenntnissen der Medizin zu helfen. Dieser Aufgabe kommt die wissenschaftliche Fachgesellschaft seit dem Gründungsjahr 1990 erfolgreich nach. Die Erfahrung des Vorstands und dessen Vernetzung mit analog interessierten Fachleuten verschiedener Berufsgruppen erlauben eine außergewöhnlich kompetente Beratung von Betroffenen und deren Angehörigen in ganz Österreich. Den Problemen der Harn- und Stuhlinkontinenz, den Funktionsstörungen von Blase und Darm sowie der Schwäche des Beckenbodens mit zunehmendem Alter widmet sich ein Team von Spezialisten: Fachärzte für Urologie, Gynäkologie, Chirurgie und Innere Medizin, sowie in dieser Hinsicht besonders erfahrene Angehörige des Pflegedienstes und Physiotherapeutinnen stehen allen Menschen, die das Schicksal einer Inkontinenz getroffen hat, mit professionellem Rat und tatkräftiger Hilfe zur Seite. Mehr unter www.kontinenzgesellschaft.at

1 ICS Publication 2013; www.ics.org

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6. Kontinenz-Stammtisch im KH Wels-Grieskirchen am 13. Jänner 2015

Nachlese

Erfolgreicher Kontinenz-Stammtisch in Grieskirchen
Fortbilden und Vernetzen in interdisziplinärer Runde

Ried im Innkreis, 26. Jänner 2015 – Die fächerübergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung spielt in der erfolgreichen Behandlung von Kontinenzstörungen eine entscheidende Rolle. In Oberösterreich ist dies gelebte Praxis. Nicht zuletzt durch das Engagement der Landesgruppe der MKÖ (Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich), die zweimal jährlich eine inzwischen höchst etablierte Fortbildungsveranstaltung veranstaltet: den Kontinenz-Stammtisch.

Der „Kontinenz-Stammtisch“ ist für viele Fachleute, die sich mit Diagnostik und Therapie von Inkontinenz beschäftigen, mittlerweile ein Fixpunkt. Der Fortbildungs- und Vernetzungs-Abend wird von der Landesstelle Oberösterreich der MKÖ (Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich) veranstaltet. Betreuer/innen von Menschen mit Harn- und Stuhlinkontinenz oder Entleerungsstörungen aus dem ärztlichen, pflegenden und physiotherapeutischen Bereich tauschen sich in angenehmer Atmosphäre aus und intensivieren ihre Zusammenarbeit. Den Stammtisch-Charakter erhält die Veranstaltung einerseits durch angeregte Diskussionen nach den Vorträgen und Fallbeispielen, andererseits durch gemütliches Beisammensein im Anschluss, bei dem neue Kontakte geknüpft und Gedanken ausgetauscht werden.

90 Personen kamen zum bereits 6. Kontinenz-Stammtisch, der Mitte Jänner 2015 im Klinikum Wels-Grieskirchen stattfand. Zum Thema "Chronische Obstipation und Darmentleerungsstörungen" gab es interessante Vorträge aus Sicht der Chirurgie, Gynäkologie, Kontinenz- und Stomaberatung sowie der physikalischen Medizin.

Experten-Netzwerk stärkt flächendeckende Zusammenarbeit nachhaltig
Die Kontaktdaten von Stellen, die Abklärung und Therapie anbieten, werden auch in Form einer schriftlichen Netzwerk-Liste erfasst, die nach jedem Stammtisch aktualisiert und mit dem Protokoll an alle Teilnehmer gemailt wird. So haben die Besucher der Veranstaltung stets einen Überblick, wo Abklärung und Therapie bei Problemen mit Blase und Darm angeboten wird. Damit kann die Betreuung der Betroffenen flächendeckend und wohnortnahe durchgeführt werden.

Ausblick: 7. Kontinenz-Stammtisch am 16. Juni 2015
Der nächste Kontinenz-Stammtisch findet am Dienstag, 16. Juni 2015, um 18.00 Uhr in Kirchdorf an der Krems statt. Interessenten für Teilnahme oder Personen, die ein Fallbeispiel ins Beckenbodenboard einbringen möchten, bitte beim oö. Landesstellenteam der MKÖ melden: kontinenz.ooe@gmx.at

Facebook-Seite der MKÖ: www.facebook.com/kontinenz (Kontinenz Info-Page)
Homepage der MKÖ: www.kontinenzgesellschaft.at

MKÖ: Engagement seit 25 Jahren
Blasen- und Darmschwäche sind ein häufiges Problem. Rund eine Million Österreicher leiden darunter, den Abgang von Harn oder Stuhl nicht mehr kontrollieren zu können. Begonnen hat die systematische Inkontinenzhilfe in Österreich 1990 in Linz, als sich ein kleiner Kreis von Ärzten, diplomierten Gesundheits- und Krankenschwestern und Physiotherapeuten zusammenschloss. Seit Bestehen ist es das Ziel der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ), Maßnahmen zur Prävention, Diagnostik und Behandlung der Inkontinenz sowie Forschung, Lehre und Praxis zu fördern, medizinisches Fachpersonal aus- und weiterzubilden sowie durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit Betroffene und ihre Angehörigen über die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten zu informieren und zu beraten. Alle Berufsgruppen, die professionell mit der Thematik befasst sind, waren von Beginn an in die Gesellschaft eingebunden. Heute ist die MKÖ maßgeblich an der Vernetzung von Fachärzten, Ambulanzen, Allgemeinmedizinern, Physiotherapeuten, Pflegeberufen und der Öffentlichkeit beteiligt. Einen wesentlichen Beitrag dazu liefern auch die seit 1991 jährlich abgehaltenen Jahrestagungen sowie der Kontinenz-Stammtisch in Oberösterreich. Kontinenz ist MKÖ! Mehr unter www.kontinenzgesellschaft.at

Kontakt für Journalisten-Rückfragen:

Landesstellenleitung MKÖ-OÖ:

Martina Signer, DGKS, KSB, LSB
T: 0676/5823946
M: martina@signer.at
Prim. Dr. Christoph Kopf
T: 05055478-23300
M: christoph.kopf@gespag.at

Bildmaterial
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6. Kontinenz-Stammtisch










Kontinenz-Stammtisch in Grieskirchen:
Mehr als 90 Fachleute aus Medizin und Pflege trafen sich zum 6. Kontinenz-Stammtisch im Klinikum Wels-Grieskirchen/OÖ

Gruppenbild Landesstelle Oberösterreich

 

 

 

 

 

Gruppenbild (v.l.n.r.):
Heidi Anzinger, DGKS, KSB (KH Barmherzige Schwestern Linz),
Prim. Dr. Christoph Kopf (LKH Schärding),
OÄ Dr. Elisabeth Murhammer (KH Elisabethinen, Linz),
OÄ Dr. Martina Strobl (Klinikum Wels-Grieskirchen),
OA Dr. Rita Wünscher (Klinikum Wels-Grieskirchen),
Margit Hamedinger, DGKS, KSB (Klinikum Wels-Grieskirchen),
Ingrid Zauner, DGKS, KSB (KH Barmherzige Schwestern Ried),
Martina Signer, DGKS, KSB (KH Barmherzige Schwestern Linz)



Copyright: © MKÖ-Landesstelle OÖ, Abdruck honorarfrei

 


24. Jahrestagung der MKÖ in Linz  |  17. – 18. Oktober 2014

Kongressnachlese
24. Jahrestagung der MKÖ “Der große Schmerz im kleinen Becken“

Interdisziplinäre Wissensvermittlung und reger Austausch unterschiedlichster Fachdisziplinen in Linz

Von 17. bis 18. Oktober 2014 fand heuer zum 24. Mal die wissenschaftliche Jahrestagung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) statt. Unter dem Motto “Großer Schmerz im kleinen Becken“ referierten an zwei Tagen führende Experten aus dem In- und Ausland einmal mehr in den Räumlichkeiten des Landwirtschaftlichen Fortbildungsinstituts auf der Linzer Gugl. Abstracts & Impressionen finden Sie hier>> [PDF download]

Die Inkontinenz ist ein Problem von Urologie, Gynäkologie, Chirurgie, Koloproktologie, Gastroenterologie, Geriatrie und Neurologie. Die fächerübergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung dieser Disziplinen aus dem ärztlichen, pflegenden und physiotherapeutischen Bereich spiegelt sich in der Zusammensetzung des Vorstandes und der Mitglieder der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) sowie in der wissenschaftlichen Jahrestagung der Fachgesellschaft wider. Neu hinzugekommen ist die Gruppe der Hebammen, die rund um die Geburt für den weiblichen Beckenboden eine bedeutende Rolle spielt und jetzt auch im Vorstand vertreten ist.

Der diesjährige Kongress widmete sich erstmals einer Problematik, die ein äußerst belastendes Begleitsymptom der Inkontinenz darstellen kann und häufig mit funktionellen oder morphologischen Veränderungen im Becken assoziiert ist: dem Schmerz. Als Keynote-Speaker konnten der international renommierte Schmerzmediziner Univ.-Prof. DDr. Hans-Georg Kress (Leiter Leiter der Klinischen Abteilung für Spezielle Anästhesie und Schmerztherapie an der Medizinischen Universität Wien sowie Pastpräsident der Dachorganisation der europäischen Schmerzgesellschaften, EFIC) und die dänische Physiotherapeutin Sys Loving vom Multidisciplinary Pain Centre am Herlev Hospital in Kopenhagen gewonnen werden.

Besucher-Rekord zeigt wachsendes Interesse

Christine_StelzhammerEngelbert_HanzalMit rund 350 Teilnehmern (Ärzte, Pflegedienst, Physiotherapie, Hebammen, Industrie) konnten die Tagungspräsidenten Christine Stelzhammer, MEd (Fachhochschule Campus Wien) und Univ.-Prof. Dr. Engelbert Hanzal (Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Medizinische Universität Wien) den Besucher-Rekord vom letzten Jahr übertreffen. „Es ist ein großer Erfolg, wenn es gelingt, von Inkontinenz betroffene Menschen, deren Dunkelziffer sehr hoch ist, eine Therapie zu ermöglichen. Das rege Interesse und das ungebrochene Engagement der in diesem Feld tätigen Berufsgruppen ist ein wichtiger Schritt, um auf Patienten zuzugehen und deren Probleme zu identifizieren“, so Stelzhammer und Hanzal.

Wie schon im Vorjahr wurden auch heuer wieder Synergien mit den Kontinenz- und Stomaberaterinnen (KSB) genutzt, die tags zuvor ihre Jahrestagung abhielten. Das Treffen des fachlichen Netzwerks der Physiotherapeutinnen fand im KH der Elisabethinnen statt und verknüpfte den Austausch mit dem Besuch des Beckenbodenzentrums. Neu war heuer die Einbindung der Berufsgruppe der Hebammen sowie der Selbsthilfegruppe ICA Austria, wodurch sich ein breites Spektrum konzentrierter Wissensvermittlung und Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch für all jene ergab, denen das Tabu-Thema Inkontinenz ein Anliegen ist.

Der Themenbogen des ersten Kongresstages umspannte Vorträge zu chronischen Schmerzen, insbesondere im Bereich der Harnblase aus der Sicht von Ärzten und Patienten, sowie zu Schmerzen rund um die Geburt bis hin zu jenen im Alter und deren Auswirkungen auf die Kontinenz. Im Rahmen eines Hilfsmittel-Updates wurden die Kongressteilnehmer auf den neuesten Stand der Versorgung mit Urinbeuteln, Pessaren, Kondomurinalen und Kathetern gebracht. In kleineren Gesprächsgruppen, den „Salons“, wurde nach kurzen Impulsvorträgen von Vertretern unterschiedlicher Berufsgruppen unter Moderation eines Experten diskutiert. Besonders attraktiv sind die Salons aufgrund ihrer Lebendigkeit, die sich aus der Interaktion mit dem kommentierenden und durchaus kritischen Publikum ergibt.

Der zweite Kongresstag widmete sich den Zukunftsperspektiven. Die Themen umfassten das Für und Wider der heiß diskutierten Stammzellentherapie bei Harn- und Stuhlinkontinenz, die Herausforderungen im Qualitätsmanagement und den anorektalen Schmerz.

Zertifizierungen, Ehrungen & geselliges Beisammensein
Von der MKÖ zertifizierte Kontinenz- und Beckenboden-Zentren (KBBZ) zeichnen sich durch besondere Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten der kooperierenden Institutionen auf den Gebieten der Diagnostik und Therapie bei Harn- und Stuhlinkontinenz sowie bei Erkrankungen des Beckenbodens aus. Ihr Ziel ist die Optimierung einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit aller beteiligten ärztlichen und nicht- ärztlichen Fachbereiche zum Wohle der Betroffenen. Im Rahmen des Kongresses wurden heuer mit dem Krankenhaus Barmherzige Schwestern Linz und dem Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien – Universitätscampus zwei weitere Einrichtungen zertifiziert.

Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Prof. Paul Riss, der die MKÖ mit aufgebaut und über die Jahre zu wesentlichen Teilen gestaltet und begleitet hat, beschloss die wissenschaftliche Veranstaltung. Neben der Jahrestagung gab es auch den alljährlichen Festabend der MKÖ, der am Linzer Pöstlingberg stattfand. Für gute Stimmung sorgten „Die Strottern“, die mit Klosterneuburger Charme und Schmäh das Kongresspublikum mit ihren Wienerliedern begeisterten.

Insgesamt wurde mit dieser Tagung die kontinuierliche Zusammenarbeit von engagierten Medizinern mehrerer Fächer und Berufsgruppen neuerlich demonstriert. Sowohl die Fortbildungsangebote als auch die großzügig ausgerichtete Industrieausstellung inmitten des Kongressgeschehens sowie der stimmungsvolle Gesellschaftsabend bot den Kongressteilnehmern auch heuer wieder ausreichend Gelegenheit, sich fortzubilden und zu netzwerken. Das Resümee der Kongresspräsidenten Stelzhammer und Hanzal: „Es hat Freude gemacht, sich in freundschaftlich-fröhlicher Stimmung fortzubilden. Durch die rege Beteiligung der Industrie und dem Teilnehmer-Rekordbesuch entstand eine harmonische Atmosphäre, in der sich alle wohlfühlten. Diese multidisziplinäre Gesellschaft MKÖ hat das Potenzial, in einem zukunftsorientierten Miteinander auch innovative Wege im Umgang mit dem Riesenthema Inkontinenz zu finden. Sich einmal im Jahr neben dem Arbeitsalltag auch in entspannter Atmosphäre zu treffen, ist eine besondere Qualität, die das persönliche Kennenlernen fördert und das Miteinander stärkt.“

Als äußeres Zeichen der gemeinsamen Identifikation im Kampf gegen die Inkontinenz trugen die Teilnehmer dieser Tagung zum ersten Mal einen Pin mit dem Logo der MKÖ – ein Symbol, welches die Aufmerksamkeit der gesunden Öffentlichkeit auf die individuellen Bedürfnisse der vom heimlichen Leiden „Inkontinenz“ Betroffenen lenken soll. Diese Initiative wurde unter dem Motto „In Linz gibt’s Pins“ vom Ersten Vorsitzenden der MKÖ, Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich, gesetzt.

Save the date: Die 25. Jahrestagung der MKÖ findet am 2. und 3. Oktober 2015 wieder im LFI Linz auf der Gugl statt.



23. Jahrestagung der MKÖ in Linz  |  18. – 19. Oktober 2013

Presseartikel & Berichte von der MKÖ Jahrestagung 2013 in Linz

Kontinenz dank neuromuskulärer Harmonie – MKÖ Jahrestagung 2013 >>
Besucherrekord bei der Jahrestagung

Spezialbericht in der Ärzte Woche vom 28.11.2013

Inkontinenz: neuromuskuläre Harmonie wiederherstellen >>
Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich in der Ärzte Krone 22/13

Ein Tabu, das keines sein sollte: Sexualstörungen nach Operationen >>
Artikel in der Ärzte Woche vom 28.11.2013, Jahrestagung Nachlese

Neurogene Inkontinenz >>
Artikel in der Ärzte Woche vom 28.11.2013, Jahrestagung Nachlese

Aktuelles zur Behandlung der männlichen Inkontinenz >>
Univ.-Prof. Dr. Wilhelm A. Hübner, Vorstandsmitglied der MKÖ,
Spezialartikel in der Ärzte Woche vom 13.2.2014


Kongressnachlese
23. Jahrestagung der MKÖ “Kontinenz dank neuromuskulärer Harmonie“

Martina_Steinbeiß Christoph_KopfVon 18. bis 19. Oktober 2013 fand heuer zum 23. Mal die wissenschaftliche Jahrestagung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) statt. Unter dem Motto “Kontinenz dank neuromuskulärer Harmonie“ referierten an zwei wunderschön sonnigen Herbsttagen führende Experten aus dem In- und Ausland einmal mehr in den Räumlichkeiten des Landwirtschaftlichen Fortbildungsinstituts auf der Linzer Gugl. Erstmals konnten heuer Synergien mit den Kontinenz- und Stomaberaterinnen (KSB) genutzt werden, die tags zuvor ihre Jahrestagung abhielten, wodurch sich eine dreitägige Abfolge konzentrierter Wissensvermittlung für all jene ergab, denen das Tabu-Thema Inkontinenz ein Anliegen ist.

Mit ca. 330 Teilnehmern aus Medizin, Pflege und Physiotherapie konnten die Tagungspräsidenten Martina Steinbeiß DGKS, KSB (Kontinenz- und Stomaberaterin und diplomierte Sexualberaterin am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz) und Prim. Dr. Christoph Kopf (Leiter der chirurgischen Abteilung im Krankenhaus Schärding) heuer einen Besucher-Rekord verzeichnen.

Die Tagung hatte neurologische Defizite als thematischen Schwerpunkt, weshalb wesentliche Vorträge auch von Experten von Rehabilitationszentren für Querschnittsgelähmte gehalten wurden. Wertvolles Wissen zu den komplexen Beziehungen zwischen Nervensystem, Organen und Muskulatur des kleinen Beckens sowie deren Therapie, Rehabilitation und Management wurde in Vorträgen und Workshops vermittelt. Das Programm umfasste weiters die Themen Sexualität und Inkontinenz – von der Potenz nach radikaler Prostatektomie bis hin zu sexueller Funktionsstörung nach coloproktologischen Eingriffen und Patientenaufklärung bei radiogener Vaginalstenose. Der Samstag war der klinischen Forschung in der Physiotherapie gewidmet und es wurde ein spezieller Blick auf den Beckenorganprolaps aus chirurgischer und gynäkologischer Sicht geworfen.

Neu im Programm war heuer ein „Basisseminar für Einsteiger“, das auch auf die neue Zielgruppe der Arztassistentinnen ausgerichtet war. Ziel war es, durch entsprechende Information und Schulung z.B. in der Fragentechnik, Patienten das Ansprechen des „heimlichen Leidens“ bei den Allgemeinmedizinern zu erleichtern. Das inzwischen bewährte Format der „Salons“ – Gesprächsgruppen, in denen nach einem kurzen Impulsvortrag zu einem Thema in kleiner Gruppe unter Moderation eines Experten diskutiert wird – wurde auch heuer wieder sehr gut angenommen. Teilnehmer aus den verschiedenen Berufsgruppen und Fachgebieten hatten im Rahmen dieser offenen Dialoge die Möglichkeit, zu sechs Themengebieten Fragen zu stellen sowie Anmerkungen und ihre Sichtweisen einzubringen.

Im Rahmen des Kongresses wurden heuer zwei „Kontinenz- und Beckenbodenzentren (KBBZ)“ zertifiziert: Das KBBZ der Barmherzigen Schwestern Ried hat erfolgreich re-zertifizert und KBBZ des Klinikums Wels-Grießkirchen hat sich neu zertifizert. Diese Zentren zeichnen sich durch besondere Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten der kooperierenden Institutionen auf den Gebieten der Diagnostik und Therapie bei Harn- und Stuhlinkontinenz sowie bei Erkrankungen des Beckenbodens aus.

Der gesellschaftliche Höhepunkt war der Festabend am Linzer Pöstlingberg, im Rahmen dessen Prof. Franz Böhmer, Geriater der ersten Stunden in der MKÖ, zu deren Ehrenmitglied ernannt wurde.

Insgesamt konnte mit dieser Tagung die wichtige fächerübergreifende Zusammenarbeit von Medizinern mehrerer Disziplinen, Pflegepersonen und Physiotherapeuten weiter gestärkt werden. Sowohl die Fortbildungsangebote als auch die großzügig ausgerichtete Industrieausstellung inmitten des Kongressgeschehens sowie der stimmungsvolle Gesellschaftsabend bot den Kongressteilnehmern auch heuer wieder ausreichend Gelegenheit, sich fortzubilden und zu netzwerken. Das Resümee der Kongresspräsidentin Steinbeiß: „Es hat Freude gemacht, sich in freundschaftlich-fröhlicher Stimmung fortzubilden. Durch die rege Beteiligung der Industrie und dem Teilnehmer-Rekordbesuch entstand eine „kuschelige“ Atmosphäre, in der sich alle wohlfühlten und die wir auch wunderbar beim Gesellschaftsabend am Pöstlingberg genießen konnten.“

Die Abstracts der Vorträge sind unter www.kontinenzgesellschaft.at zu finden.

Save the date: 24. Jahrestagung der MKÖ findet am 17. und 18. Oktober 2014 erneut im LFI Linz statt.


Welt Kontinenz Woche (WCW-World Continence Week)  |  24. – 30. Juni 2013

Inkontinenz – darüber reden statt darunter leiden! >>
Pressegespräch anlässlich der Welt Kontinenz Woche 2013

Aktiv gegen das stille Volksleiden Inkontinenz >>
Pressegespräch anlässlich der Welt Kontinenz Woche 2013

Darmschwäche – Tabuthema Nummer 1 >>
Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich
1. Vorsitzender der MKÖ, Facharzt für Chirurgie


Schwache Blase der Frau: belastet, gereizt und meist unbehandelt >>

Univ.-Prof. Dr. Engelbert Hanzal
2. Vorsitzender der MKÖ,
Leiter der Urogynäkologischen Ambulanz an der Univ.-Klinik für Frauenheilkunde, Medizinische Universität Wien

Der kleine Unterschied: Männer leiden zwar seltener, jedoch intensiver >>
Prim. Univ.-Doz. Dr. Wilhelm Hübner
Leiter der Urologischen Abteilung Landesklinikum Weinviertel Korneuburg

Pflege und Beratung: Der Intimität Rechnung tragen >>
Martina Steinbeiß, DGKS, KSB
Kontinenz- und Stomaberaterin, diplomierte Sexualberaterin am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, Linz


22. Jahrestagung der MKÖ in Salzburg Wals  |  12. – 13. Oktober 2012

Presse-Ankündigung zur Jahrestagung in "Gyn-Aktiv" pdf download

Anzeige zur Jahrestagung in "Der Internist" download



WCW – Welt Kontinenz Woche 2012 18. – 24. Juni 2012


>>> Presseinformation anlässlich der World Continence Week 2012 download



Audio "O-Töne Dr. Mons Fischer, 1. Vorsitzender der Medizinischen
Kontinenzgesellschaft Österreich":


>>> Welt Kontinenz Woche [mp3 624 KB]
>>> Beckenbodentraining [mp3 438 KB]
>>> Behandlung der Inkontinenz [mp3 485 KB]
>>> Formen und Ursachen der Inkontinenz [mp3 549 KB]
>>> Häufigkeit der Inkontinenz [mp3 662 KB]
>>> Stuhlinkontinenz [mp3 541 KB]


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Dr. Mons Fischer MKÖ Logo
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Patientengespräch WC Hinweis "Herzloch" WC Schild im Wald WC im Wald WC Picto



Welt Kontinenz Woche 20. - 26. Juni 2011

Presseinformation anlässlich der World Continence Week 2011 download

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