RAT FÜR BLASE & DARM





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RAT FÜR BLASE & DARM – MKÖ factsheets




Infoblatt „Schwangerschaft & Geburt“

„Harninkontinenz in der Schwangerschaft ist durchaus häufig. Etwa jede dritte Frau hat in dieser Lebensphase Probleme mit der Kontinenz“, informiert Gynäkologe und MKÖ-Präsident Univ.-Prof. Dr. Lothar C. Fuith. Die gute Nachricht: „Man kann vorbeugend etwas tun und auch eine bestehende Blasen- oder Darmschwäche lässt sich wieder in den Griff bekommen.“

Downloads:
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Beckenbodenübungen während der Schwangerschaft
Große Studien befürworten Beckenbodentraining während der Schwangerschaft1. Bitte besprechen Sie dennoch vorher mit Ihrer betreuenden Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt, ob das auch für Sie eine gute Option ist! Es ist von Vorteil, wenn die Übungen von einer Physiotherapeutin/einem Physiotherapeuten angeleitet werden.

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1) Boyle R. Pelvic floor muscle training for prevention and treatment... Cochrane Database Syst Rev 2012 Oct 17

 

 


Übung „Seerose“ zur Wahrnehmung des Beckenbodens
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Setzen Sie sich aufrecht hin und positionieren Sie die Beine in etwa hüftbreit. Achten Sie dabei darauf, dass Becken, Brustkorb und Kopf wie ein Türmchen übereinander eingestellt sind. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit zu Ihren Sitzbeinknochen (man kann sie besser spüren, wenn Sie mit Ihrem Becken auf dem Sessel ein wenig vor- und zurückschaukeln) und zur Beckenbodenmuskulatur (sie befindet sich zwischen Ihren Sitzbeinknochen, dem Scham- und dem Steißbein).

 

Legen Sie sich in eine Rücken-/Seitenlage und unterlagern Sie Rücken und Kopf mit Pölstern. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Beckenboden. Spannen Sie mit der Ausatmung den Beckenboden an und sprechen Sie „ch“. Stellen Sie sich dabei vor, Sie ziehen Scheide und After nach innen und vorne hoch und schnüren die Öffnungen zu. Spannen Sie den Beckenboden zunächst nur bei der Ausatmung an. Mit der Einatmung entspannen Sie und spüren ein leichtes nach unten Sinken des Beckenbodens. Zur Steigerung können Sie den Beckenboden eine gesamte Aus- und Einatemphase lang anspannen. Beachten Sie dabei, dass Sie die Luft nicht anhalten und zu pressen beginnen. Die nächste Atemphase lockerlassen. Achtung: Bei der korrekten Anspannung des Beckenbodens wird der Dammbereich (Bereich zwischen Scheide und After) nach innen, vorne gezogen und bewegt sich nicht nach unten.


Gehen Sie in eine bequeme Knie-Ellbogen-Lage, die Füße zusammen, Knie eher auseinander, den Kopf auf den Händen ablegen. Vermeiden Sie dabei ein Hohlkreuz (Vorstellungsbild: „das Kind bei sich tragen“). Beginnen Sie mit ruhiger Atmung, dann sprechen Sie laut und explosiv „Lick – lack – lock.“ Indem Sie die Endlaute (ck) explosiv betonen, stimulieren Sie den Beckenboden. Dieselbe Wirkung hat auch das betonte Zungen-R: Versuchen Sie beim Sprechen das „Brrrrrrrr“ laut rollen zu lassen.

 



Nehmen Sie die Vierfüßlerposition ein. Bitte beachten Sie, dass Sie kein Hohlkreuz machen (Vorstellungsbild: „das Kind bei sich tragen“). Erhöhen Sie abwechselnd den Druck unter Ihren Händen – „Trippeln“ (als wollten Sie ein Loch in die Matte formen). Vermeiden Sie ein Hin- und Herschwanken. Spüren Sie, wie der Bauch sich dabei leicht anspannt. Trippeln Sie im Sekundenrhythmus und spannen Sie gleichzeitig den Beckenboden an, indem Sie After und Scheide schließen und nach innen/oben ziehen. Atmen Sie dabei ruhig weiter.



Video-Anleitungen:

https://www.youtube.com/watch?v=tI5fffYLFJ4&list=PLwtUAbkhi5sHShSApzyBwlCOD8wiQzGcb&index=4

https://www.youtube.com/watch?v=z4L5-It5j0Q&list=PLwtUAbkhi5sHShSApzyBwlCOD8wiQzGcb&index=7

https://www.youtube.com/watch?v=HhQiC6L7iXs&list=PLwtUAbkhi5sHShSApzyBwlCOD8wiQzGcb&index=8







 
     

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